Unser Verhältnis zum Witiker Unterdorf. Viele Fragen:
- Witikon wird oft als das Stadtquartier in ländlicher Umgebung und
einem gut erhaltenen Dorfkern am Fusse des Kirchhügels beschrieben.
Dass aber die Gemeinde Witikon, wie auf der Wild-Karte (ca. 1850)
dargestellt, aus zwei deutlich von einander getrennten Ortsteilen
bestand, ist heute leider nicht mehr so leicht erkennbar. Unter-Wytikon
hiess der Ortsteil an der Staatsstrasse, welche die Stadt mit
durch die Verkehrslage, stets aus zwei Ortsteilen bestand. Neben dem
Oberdorf gab es also auch noch das Unterdorf, eine Siedlung von
Bauern, Handwerkern, Arbeitern und gut bestückt mit zahlreichen
Wirtshäusern an der Staatsstrasse, welche heute Witikonerstrasse
heisst.
- Lassen wir das Witiker Unterdorf "fahren", weil im letzten Drittel des
zwanzigsten Jahrhunderts ohnehin schon zahlreiche Lücken in den
historischen Dorfteil geschlagen wurden und die Lust zum Verweilen an
einem vom Transitverkehr beeinträchtigten Ort nicht besonders
stark ist?
- Fällt es uns angesichts des Verlustes des ehemaligen Restaurants
(neue) Post leichter, den gegenwärtig drohenden Verlust des Witiker
Huus einfach hinzunehmen?
- witikonimpuls meint: Das Witiker Unterdorf hat historische
Bedeutung und verdient Schutz! Das Unterdorf darf
nicht den Bauwütigen überlassen werden, welche ohne
historisches Bewusstsein Werte zerstören!